Der Main-Tauber-Kreis überträgt zum 1. Oktober 2010 Geschäfts-führung der Krankenhaus und Heime Main-Tauber gGmbH an Barmherzige Brüder Trier e.V.
(v.l.n.r.) Dr. Michael Schneider (Ärztlicher Direktor), Bernhard Moll (Kaufmännischer Direktor), Petra Mann (Betriebsratsvorsitzende), Reinhard Frank (Landrat), Bruder Alfons Maria Michels (Geschäftsführer), Werner Hemmes (Geschäftsführer), Manfred Wiesler (Pflegedirektor), Günter Mosen (Geschäftsführer), Norbert Englert (bisheriger Geschäftsführer KHMT), Andreas Latz (Geschäftsführer)
Zur neuen Geschäftsführung gehören Bruder Alfons Maria Michels (Unternehmensstrategie, Koordinator und Sprecher der Geschäftsführung), Andreas Latz (Leistungsplanung, Finanzen, Logistik Krankenhäuser), Werner Hemmes (Recht, Personal, Unternehmensentwicklung, Grundsatzfragen aller Einrichtungen) und Günther Mosen (Soziale und berufliche Rehabilitation, Psychiatrie und Altenhilfe). Unterhalb der Geschäftsführungsebene bilden in der Krankenhaus und Heime Main-Tauber gGmbH die bewährten Führungskräfte Bernhard Moll als Kaufmännischer Direktor, Dr. Michael Schneider als Ärztlicher Direktor und Manfred Wiesler als Pflegedirektor das Krankenhausdirektorium.
Mit Sicherheit für den Standort
Hintergrund der Neuausrichtung ist die wirtschaftlich schwierige Situation im Klinikbereich. „Wir möchten den Krankenhaus-Standort Tauberbischofsheim sichern und zukunftsfähig machen, eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Gesundheits-versorgung sicherstellen, die Arbeitsplätze erhalten und die Wirtschaftlichkeit noch weiter erhöhen“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Deshalb habe sich der Kreis einen starken Partner ins Boot geholt.
Fahrplan Gesundheit bis Ende 2011
Zunächst wurde der bisherige Eigenbetrieb Krankenhäuser und Heime zum 1. Januar 2010 in eine gemeinnützige GmbH überführt, zehn Monate später überträgt der Landkreis nun die Geschäftsführung an den BBT e. V. Die neue Geschäftsführung möchte das Haus zunächst intensiv kennen lernen und zunächst die bisherigen Stärken und Schwächen sowie bestehende Chancen und Herausforderungen in einer sechsmonatigen Analyse untersuchen. Langfristig ist vorgesehen, dass die Krankenhaus und Heime Main-Tauber gGmbH und das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, die seit Jahren eng und erfolgreich zusammenarbeiten, auch eine organisatorische Verbindung eingehen, zum Beispiel unter dem Dach einer Holding. Die Übertragung der KHMT-Geschäftsführung an den BBT e.V. ist ein Zwischenschritt auf diesem Weg. Zudem wird zur Vorbereitung der organisatorischen Verbindung eine Lenkungsgruppe gegründet, die sich aus den Krankenhausdirektorien von KHMT und Caritas-Krankenhaus, je einem Mitarbeiter-Vertreter aus beiden Häusern sowie einem Mitglied des Kreistages zusammensetzt. Eine organisatorische Verbindung trägt dazu bei, dass sich die Wirtschaftlichkeit beider Häuser verbessert, Synergien genutzt werden können und eine arbeitsteilige Zusammenarbeit erfolgen kann. „Letztlich kann damit die hochwertige, wohnortnahe medizinische Versorgung für den gesamten Landkreis gesichert werden“, sagt Landrat Reinhard Frank
Kreis weiterhin Alleingesellschafter
Der Kreis bleibt zu 100 Prozent Gesellschafter der gGmbH und damit Eigentümer der Krankenhaus und Heime gGmbH. Insbesondere bleibt der Kommunaleinfluss auf die gGmbH erhalten. Der Aufsichtsrat ist mit zehn Kreistagsmitgliedern besetzt. Außerdem gehören ein Vertreter des Personalrats mit Stimme und ein weiterer als beratendes Mitglied dem Aufsichtsrat an. Für die Mitarbeiter entstehen durch die Veränderungen keine Nachteile. Der Landkreis bekennt sich weiterhin zu seiner Aufgabenverpflichtung als öffentlicher Krankenhaus- und Heimträger.
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